Teilhabefördernde Umweltfaktoren im Alltag von zuhause lebenden Schlaganfallpatienten im Tessin/Schweiz

Hersche Cupelli, Ruth (2013) Teilhabefördernde Umweltfaktoren im Alltag von zuhause lebenden Schlaganfallpatienten im Tessin/Schweiz. In: Swiss Congress for Health Professions, 01.09.2016-02.09.2016, Lugano, Switzerland.

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Abstract

Hintergrund / Einleitung Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) ermöglicht es den Gesundheitszustand und den fördernden/hemmenden Einfluss der Umweltfaktoren auf die Teilhabe bzw. Behinderung des Einzelnen systematisch zu beschrieben. Ziel, Fragestellung Ziel dieser Querschnittstudie war es, mit Hilfe der ICF diejenigen Umweltfaktoren abzubilden, die zu Hause lebende Schlaganfallpatientinnen und -patienten im Alltag einsetzen und/oder beanspruchen, und deren Wichtigkeit zu dokumentieren. Methode, Ergebnisse Diese Querschnittstudie dokumentiert mit Hilfe eines speziell entwickelten Fragebogens die Präsenz von drei Arten von Umweltfaktoren (Produkte/Technologien, Hilfe durch Beziehungen und Dienste/Systeme) in allen Bereichen der Teilhabe. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angehörigen vor allem bei den Haushaltsaktivitäten, der Nahrungszubereitung und bei Verwaltungsaufgaben der ausschlaggebendste Umweltfaktor sind. Produkte und Technologien haben ihre Bedeutung vorwiegend in der Hygiene und der Mobilität, dabei ist die Menge der benutzten Hilfsmittel in gewissen Alltagsbereichen signifikant vom Alter und vom Behinderungsgrad der Betroffenen abhängig. Das bestehende Dienstleistungsangebot wird vor allem zur Unterstützung in der Hygiene, bei Haushaltsarbeiten und zur Sicherung der Mobilität in Anspruch genommen. Im Bereich der Freizeitgestaltung sind die drei Umweltfaktoren am wenigsten präsent und wirken nur sehr bedingt fördernd. Die Daten zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt zwischen der Wichtigkeit, die die Gruppe den Umweltfaktoren beimisst, und der Prävalenz, mit der sie im Alltag vertreten sind. Schlussfolgerungen, Diskussion Nur wenn die drei Umweltfaktoren gut auf einander abgestimmt sind, kann ein befriedigendes Niveau an Teilhabe auf lange Sicht garantiert werden. Das familiäre Umfeld hat dabei eine zentrale Rolle, während Hilfsmittel und Dienstleistungen variable Umweltfaktoren sind, die je nach Bedürfnis und Zeitpunkt immer wieder neu angepasst werden sollten. Die Erkenntnisse dieser Studie sollten in die Therapieplanung, die Koordination der verschiedenen Akteure und in die integrierte Versorgung einfliessen.

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