Die In-vivo-Bestimmung des Diclofenac Hautreservoir: Ein Vergleich zwischen passiver, okklusiver und iontophoretischer Diclofenac Applikation.

Clijsen, Ron and Baeyens, Jean Pierre and Barel, André Odilon and Clarys, Peter (2014) Die In-vivo-Bestimmung des Diclofenac Hautreservoir: Ein Vergleich zwischen passiver, okklusiver und iontophoretischer Diclofenac Applikation. In: Physio Congress Bern 13-14 June 2014, 13-14 June 2014, Bern.

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Abstract

EINLEITUNG: Es gibt wenig Information bezüglich Penetrationsprofilen und Wirksamkeit von medizinischen Substanzen, welche in Rahme der Physiotherapie verwendet werden. Ziel der Studie war es, die Akkumulation und Entleerung des Diclofenac Hautreservoirs nach passiver, okklusiver und iontophoretischer Verabreichung von Diclofenac zu bestimmen. METHODE: Fünf verschiedene Gruppen von gesunden Probanden (n= 60, 23 Männer und 37 Frauen) frei von lokalen und/oder systemisch verabreichten Medikamenten beteiligten sich an dieser Studie. Ein kommerziell erhältliches 1% Diclofenac Gel (12mg) (Voltaren Emulgel®, Novartis) wurde auf eine randomisierte Applikationsstelle (7cm2) auf beide volaren Seiten der Unterarme aufgetragen. Die Diclofenac Applikationen wurden gleichzeitig unter folgenden Behandlungsmodalitäten durchgeführt: passive Diffusion, passive Diffusion mit semi-okklusiver Bedeckung und ionotophoretischer Verabreichung. Die Bioverfügbarkeit von Diclofenac in der Haut wurde 1.5, 6, 24, 32, 48, 72, 96 und respektive 120 Stunden nach der initiale Diclofenac Applikation mittels einem Methylnicotinat (MN) induziertem Erythemtest an den verschiedenen Applikationsstellen evaluiert. MN verursacht durch Vasodilatation ein lokales Hauterythem, die Inhibition dieser vasoaktiven Reaktion ist proportional zur Bioverfügbarkeit von Diclofenac. Die Inhibition der MN induzierte Erythemreaktion der verschiedenen Behandlungsmodilitäten wurde Mittels ANOVA und nachfolgender Post-Hoc Bonferroni Korrektur evaluiert. Das Signifikanzniveau wurde auf 5% festgelegt. EREGEBNIS: Nach 1.5 Stunden post Diclofenac Applikation wurde für die semi- okklusive und iontophoretische Verabreichung von Diclofenac eine signifikante Inhibition der MN Reaktion festgestellt. Nach 48 Stunden war die MN Reaktion der iontophoretischen Verabreichung nicht mehr signifikant inhibiert (p=0.296). Nach 72 Stunden post Diclofenac Anwendung war einzig die MN Reaktion der passiven Diclofenac Verabreichung noch signifikant inhibiert (p=0.038). Nach 96 respektive 120 Stunden post Diclofenac Applikationen konnte für die verschiedenen Behandlungsmodalitäten keine Inhibition der MN Reaktion mehr festgestellt werden. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Ergebnisse zeigen, dass die Effekte der Okklusion und passiven Diffusion einen substantiellen Beitrag zum iontophoretischen Penetrationsprozeß liefern. Der Aufbau sowie die Entleerung des Diclofenac Hautreservoirs steht in Abhängigkeit zur Behandlungsmodilitat.

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